Musik- und Literaturbrunch:
Worte und Klänge des Wandels

Texte und Musik von Johann Wolfgang von Goethe,
Andrea von Treuenfeld, Franz Schubert sowie

Felix Mendelssohn Bartholdy: Klaviertrio c-Moll op.66
Paul Ben-Haim: „Variationen über eine hebräische Melodie“ für Klaviertrio

Veranstalter: VHS Kahl-Alzenau-Karlstein
in Verbindung mit Fränkische Musiktage –
Internationales Chor Forum e.V.

So., 18.10. – 11.00 Uhr
Schlösschen Michelbach, Domersaal

Andrea von Treuenfeld – Rezitation
Solisten des West-Eastern Divan Orchestra
Corinna Tetzel Podiumsdiskussionsteilnehmerin
Kaamel Salah Eldin – Violoncello
David Strongin – Violine
Sven Bauer – Klavier

Eintritt inklusive Brunch VVK 28,00, AK 30,00 

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Eine Veranstaltung im Rahmen des Projektes “Die Tore Jerusalems” anlässlich “50 Jahre Diplomatische Beziehungen Israel-Deutschland”!


Die Berliner Autorin Andrea von Treuenfeld hat in zahlreichen renommierten Printmedien publiziert und mehrere Bücher über deutsche Juden in Israel und aller Welt veröffentlicht.

Auch in diesem Jahr bieten die Fränkischen Musiktage einen unterhaltsamen musikalisch-literarischen Sonntagvormittag mit reichhaltigem Brunch.

Gemäß dem Festivalthema spürt das Programm mit Texten und Musik Facetten des Wandels nach. Ein anregendes Round-Table-Gespräch mit interessanten Persönlichkeiten des kulturellen Lebens, u. a. der Autorin Andrea von Treuenfeld, beschließt die Veranstaltung.

Das von Daniel Barenboim und Edward Said gegründete West-Eastern Divan Orchestra vereint junge Musiker jüdischen und islamischen Glaubens. Ziel des Orchesters ist es, ausgehend von gemeinsamem Musizieren, Wege der Verständigung zu entwickeln.

Die Regisseurin Corinna Tetzel studierte Musik an der Hochschule für Musik und Theater München sowie Dramaturgie, Musikwissenschaft und Philosophie an der LudwigMaximilians-Universität München und Bayerischen Theaterakademie August Everding.

Bereits während des Studiums realisierte sie erste Regiearbeiten, darunter Mozarts „Die Entführung aus dem Serail“. Von 2008 bis 2011 war Corinna Tetzel als Regieassistentin am Theater Ulm tätig, ihre dortige Inszenierung von Bartóks Herzog Blaubarts Burg wurde 2011 für den FaustTheaterpreis vorgeschlagen.

Seit 2011/2012 arbeitet Corinna Tetzel an der Oper Frankfurt, u. a. mit Christof Loy, Katharina Thoma, Elisabeth Stöppler, Harry Kupfer und Anselm Weber.

2015 legte sie hier eine vielbeachtete Inszenierung der Uraufführung von An unserem Fluss vor, eine Oper des israelischen Komponisten Lior Navoks über Israel und Palästina, Heimat und Entwurzelung, Vertreibung und Rückkehr, Freiheit und Grenzen – und über die Sehnsucht nach Frieden.

Sven Bauer

Der Pianist Sven Bauer studiert gegenwärtig in der renommierten Klavierklasse von Prof. Lev Natochenny an der Musikhochschule Frankfurt. 1989 geboren, wurde er dort bereits im Alter von sieben Jahren als Jungstudent aufgenommen.

Sven Bauer ist Preisträger verschiedener Wettbewerbe, so des Grand Prix des International Competition Festival „Music without limits“, Litauen und des Concours International de Piano in Montrond les Bains, Frankreich.

Zu seinen jüngsten Erfolgen zählen u. a. erste Preise des „Alexandre Scriabine Concours International de Piano, Paris“ und des Concorso Pianistico Internazionale „Città di San Donà di Piave“. Als Kammermusiker gewann er u.a. den Wettbewerb der Polytechnischen Gesellschaft Frankfurt.

Sven Bauer geht bereits einer umfangreichen Konzerttätigkeit als Solist und Kammermusiker nach.

Kaamel Salah Eldin

Der Cellist Kaamel Salah-Eldin, in Kairo geboren, entstammt einer Künstler- und Architektenfamilie. Mit dem Cellounterricht begann er als neun-jähriger an Kindermusikschule des Kairoer Konservatoriums, 1979 legte er dort sein Diplom mit Auszeichnung ab und wurde anschließend als Dozent engagiert.

1981 wurde er als DAAD-Stipendiat in die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Frankfurt/M in die Meisterklasse von Gerhard Mantel aufgenommen, die er mit dem Konzertexamen abschloss.

Seit 1988 er als Vorspieler der Cellogruppe Mitglied des Frankfurter Opern- und Museumsorchester, wo er als Barockcellist regelmäßig in Barockopern den Continuo-Part übernimmt.

Er ist Mitgründer und Cellist des „Horus Ensemble“, das sich seit 2002 auf historischen Instrumenten international präsentiert und Mitglied des renommierten Balthasar-Neumann-Ensembles.

Darüber hinaus ist er in zahlreichen Konzerten, Radio- und TV-Aufnahmen in Europa, den USA und im Nahen Osten als Solist mit verschiedenen Orchestern und Kammermusikensembles hervorgetreten. So gastiert er regelmäßig als Solist, und Dirigent des Kammerorchesters im Kairoer Opernhaus.

1993 in Tel-Aviv geboren, erhielt David Strongin erstmals Violinunterricht im Alter von sechs Jahren. Mit 16 Jahren kam er nach Deutschland und studierte an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover. 2014 schloss er dort sein Bachelor-Studium bei Prof. Krzysztof Wegrzyn mit besonderer Auszeichnung ab, seither studiert er an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ bei Prof. Kolja Blacher.

Er ist Gewinner verschiedener Stipendien, darunter der Barenboim-Said Stiftung und der America-Israel Cultural Foundation und Preisträger mehrerer Wettbewerbe, so des International Ernest Bloch Competition London.

Als Solist spielte er mit dem Raanana Symphonette Orchester und dem Istanbul Philharmonic Orchester. Seit 2013 ist er Mitglied der Akademie der NDR Radiophilharmonie und des West-Eastern Divan Orchestra.

David Strongin spielt ein Instrument von Franciskus Geissenhof aus dem Jahr 1799, eine Leihgabe der Stiftung Yehuda Zisapel.